Geschichte der Schlaraffia Am Erlenanger

Das „Reych am Erlenanger“ (Mutterreych Norimberga, Ziehmutter Babenbergia) ging 1921 (anno Uhui 62) aus einem Stammtisch hervor, dem der damalige Direktor des Textilunternehmens ERBA, Kommerzienrat Rupp, und ein Ritter der Norimberga – Friedrich von Pigenot (Rt. Knatterer der Flatterer) – angehörten. Letzterer hatte nach dem 1. Weltkrieg die Erlanger Studentenkompanie aufgebaut.

Zu den Gründungsrittern gehörten ferner der Erlanger Bürgermeister H.G.F.W. Flierl (Rt. van Bett), Stadtbaurat Adolf Hartmann (Rt. Rembrandt), Rechtsrat Gustav Hahn (Rt. Knuffig), der Universitäts-Syndikus Hans Rhomberg (Rt. Roland), Universitätsprofessoren und Fabrikanten sowie der Universitäts-Oberbauamtrat Josef Groß (Rt. Bramante), der die Erlenburg (Südliche Stadtmauerstr. 21) schuf.

Die Sanktionierung des Reyches erfolgte am 25. Ostermond a. U. 66, die Einweihung der eigenen Burg am 14. Windmond des nämlichen Jahres. Nach der uhufinsteren Zeit und der Enteignung der Burg (1937) erfolgte die Wiedergründung im profanen Jahr 1949.

Mehrere Ritter aus uhufinsteren Reychen im Osten, darunter die Praga-Ritter l’Enfant, Miltiades und Herstellt, stießen bald zum Erlenanger. Mit der evangelischen Landeskirche, nunmehr Besitzerin der Erlenburg, wurde ein Vergleich über die unentgeltliche Nutzung geschlossen. Zu den führenden Köpfen gehörten in den Nachkriegsjahrzehnten General a.D. Max Grimmeiß (Rt. Eisenbeiß), Direktoren namhafter Industrieunternehmen wie Max Anderlohr, (Rt. Anderl) B.E.W. Range (Rt. Tippokrates), Albrecht zur Linden (Rt. Lindwurm), Wilhelm Surholt (Rt. Hederitt), Kurt Engel (Rt. Ahngelüst), Bankdirektor Franz Karwath (Rt. Satyr, einst in der Preciosa Iserina sesshaft), der Spielwarengroßhändler Carl Scholl (Rt. Schill), der Unternehmer Gernot Dennukat (Rt. Redefroh), der Jurist Heinz Wolf (Rt. Justifix) und der Kunstmaler Willi Hilpert (Rt. Waldkauz), um nur einige Ahalla-Recken hervorzuheben.

Mehrere Straßen im profanen Erlangen sind nach Schlaraffen benannt.

Das Reych am Erlenanger, das als „aha-kademisches“ und und mit seiner „Stubenmusi" als sehr musikalisches Reych im Uhuversum bekannt ist und inzwischen Kontakte bis nach Aha-merika pflegt, floriert heute mit etwa 60 Mitgliedern und zahlreichen Ehrenrittern. Im Mittelpunkt des Spieles stehen neben allen schönen Künsten anspruchsvolle und heitere Themensippungen sowie Kabarettabende.

Literatur: Gebauer, H. (Van Tast der Carnove): Chronik des Reyches Am Erlenanger. 75 Jahrungen anno Uhui 64 bis 139. Als Manuskript gedruckt, Erlangen 1998.

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 31.05.2010